Lehramt an Gymnasien
Hinweis: Eine der Zulassungsvoraussetzungen zum Studium ist die Absolvierung eines Orientierungstests und eines zweiwöchigen Orientierungspraktikums für angehende Lehramtsstudierende. In das Studium sind Module zur Weiterentwicklung personaler Kompetenzen für den Lehrerberuf (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Zeitmanagement, interkulturelle Kompetenz) neu integriert. Mit "Naturwissenschaft und Technik" wird ein völlig neues Studienfach installiert.
Studienorte: alle neun staatlichen Universitäten in Baden-Württemberg, dazu die Kunst- und die Musikhochschulen und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
Ausbildungsdauer: 10 Semester Regelstudienzeit, bis 12 Semester in Fächerverbindungen mit Musik oder Bildender Kunst; nach der ersten Staatsprüfung drei Unterrichtshalbjahre (18 Monate) Vorbereitungsdienst.
Praktikum während des Studiums: Für die Meldung zum Ersten Staatsexamen ist ein 13-wöchiges Schulpraxissemester an einem allgemein bildenden Gymnasium oder einer beruflichen Schule nachzuweisen. Dieses wird durch Veranstaltungen der Studienseminare zur Pädagogik und Fachdidaktik begleitet und durch Ausbildungslehrkräfte an den Schulen betreut. Das Praxissemester soll in der Regel nach dem Grundstudium absolviert werden.
Fächer und Fächerkombinationen
Das Lehramtsstudium umfasst folgende Bereiche:
-
Fachwissenschaften und Fachdidaktik
-
Bildungswissenschaftliche Studien
-
Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium
-
Schulpraxissemester
Unterrichtsfächer (Kombinationsmöglichkeiten/Ausschlüsse)
Mindestens zwei Fächer werden als Hauptfächer geprüft.
Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Erziehungswissenschaft, evangelische Theologie, Französisch, Geographie, Geschichte, Griechisch, Informatik, Italienisch, jüdische Religionslehre, katholische Theologie, Latein, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik (NWT), Philosophie/Ethik, Physik, Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft, Russisch, Spanisch, Sport.
Für Bewerber/innen, die in Baden-Württemberg zum Vorbereitungsdienst zugelassen oder in den öffentlichen Schuldienst eingestellt werden wollen, gelten für die Fächerwahl folgende Bestimmungen:
Bei einzelnen Fächerverbindungen (z.B. Erziehungswissenschaft) müssen drei Fächer studiert werden, wobei das dritte Fach mit einer Erweiterungsprüfung abgeschlossen und als Haupt- bzw. Beifach studiert wird. Die Fächer ev. Theologie, jüdische Religionslehre, kath. Religionslehre können nicht miteinander kombiniert werden. NWT kann nur in Verbindung mit Biologie, Chemie, Physik oder Geographie mit Schwerpunkt physische Geographie studiert werden.
In einer Erweiterungsprüfung kann zusätzlich eine Beifach-Prüfung in folgenden Fächern abgelegt werden: Andere lebende Fremdsprachen, Astronomie, Geologie, Griechisch-römische Archäologie, Hebräisch, Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft, Psychologie, Ur- und frühgeschichtliche Archäologie.
Das Studium der Bildenden Kunst oder der Musik erfolgt in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Beifach. Bei einem Studium der Bildenden Kunst besteht die Möglichkeit, statt eines wissenschaftlichen Beifachs das Verbreiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten zu wählen, bei einem Studium der Musik das Verbreiterungsfach Musik/Jazz- und Popularmusik. Ein Diplom in Kirchenmusik kann anstelle einer Prüfung in einem wissenschaftlichen Fach als Prüfung im Verbreiterungsfach Musik angerechnet werden.


