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Farb- und Klangträume - Freiräume

Freiraeume

Farb- und Klangträume - Freiräume

Das Fest der Sonder- und Förderschulen und ihrer Partner im Bereich des RP Freiburg

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Dass in unseren Sonderschulen ein großes kreatives Potenzial steckt, dass vielerorts musisch künstlerisch mit den Kindern gearbeitet wird, dass tägliches Singen, Musizieren, Bewegen, Tanzen, Malen, Basteln, Theaterspielen zum Schulprogramm dazugehört: diese Fakten motivierten ein Team aus Lehrern verschiedener südbadischer Sonderschulen einen Festtag zu entwickeln und immer neu zu gestalten, der seit 1998 im regelmäßigen zweijährigen Rhythmus Kinder und Jugendliche zusammenführt.

Größere Schulzentren in Emmendingen, Waldshut-Tiengen, Altshausen, Offenburg, Gosheim und zuletzt die Landesgartenschau 2010 in Villingen-Schwenningen waren hervorragende Begegnungsorte für die jeweils bunte spannende Mischung aus Musik, Tanz, Spiel und Theater. Aber nicht nur Sonderschulen waren die Akteure: auch Musikgruppen aus Regelschulen, Partnerklassen und regionale Musik-/Kunstschulen gestalteten die Tagesprogramme mit.

freiraum_02Auf bis zu vier Bühnen parallel präsentieren die Schulensembles am frühsommerlichen Aktionstag ab ca. 10.00 Uhr ihre mitgebrachten Beiträge (Dauer der Einzelbeiträge ca. 15 Minuten), absolut live, denn Proben vor Ort entfallen aufgrund fehlender Zeitfenster grundsätzlich. Wenn ca. 400 Akteure aus 20-25 Schulen angemeldet sind, ist die Programmvielfalt regelmäßig beträchtlich. Es kommen damit mindestens 4 mal 90 Minuten Aufführungszeiten zusammen. Jeweils an einer Bühne hören/sehen die Gruppen sich in einem Aufführungsblock von 45 Minuten gegenseitig zu. Der Vormittag mit Begrüßungstutti und zwei Veranstaltungsblöcken ist immer schnell verflogen! Zusätzliche Zuhörer und Publikum sind die Kinder der gastgebenden Schulen oder die Besucher der Gartenschau.

In der Mittagszeit werden durch die Kollegien der gastgebenden Schule Workshops angeboten. Wir erlebten die reichlichste Vielfalt: land-art, Rolli-Parcour, Blumenbinden, Rollbretterbau, Taschentuchgespensterbasteln, Vogelpfeifenbau, Experimente mit Eisenspänen, Rhönradfahren, Schwimmspiele, Tanz-Workshop, Instrumentalspiel, Sing-mit-Runden, Stehgreiftheater, Stockkampftanz, undundund… Die Schüler der verschiedenen Schulen werden dazu in Kleinstgruppen aufgeteilt und auf die einzelnen Themenangebote verteilt, so dass neue gemischte Gruppen entstehen: z.B. jeweils zwei Schüler einer Förder-, einer Grund- und Hörgeschädigtenschule arbeiten mit Gymnasiasten zusammen. So lernen wir uns beim gemeinsamen Tun kennen. Bei den Workshops auf der Landesgartenschau erlebten wir grandiose Unterstützung durch das „Grüne Klassenzimmer“ und die regionalen Forstämter mit ihren naturnahen Themen.

freiraum_01Zur Mittagszeit gehört immer auch ein warmes einfaches Mittagessenangebot in der Schulmensa / im Gartenrestaurant für angemeldete Gruppen, die kein eigenes Mittagsvesper mitbringen wollen.

Dann ist schon bald der Nachmittag gekommen. Bei einer großen Tutti-Runde haben wir Ergebnisse der Workshops vorgestellt, in großen Kreisen getanzt,  die gemeinsam vorbereiteten Lieder gesungen und bei vielen Aktionen zugesehen. Der fulminante Schluss: ein kultureller Höhepunkt mit einem (semi-)-professionellen Beitrag: Pantomime mit Flohzirkus, ghanesicher Trommler, afro-brazil Band, Zauberkünstler, Lehrersinfonieorchester, Kleinkunsttruppe mit drei Schulleitern von Heimsonderschulen, Liedermacher und Jugend-musiziert-Preisträger, Afrika-Projekt eines Gymnasiums mit Tanz, Musik, Jonglage und Artistik. Das Ende des Begegnungstages ist um 16.00 Uhr erreicht.

Finanzierung: ca 3500,-€ Finanzbedarf, davon ca. 1500€ Reisekostenzuschüsse, ca. 900€ Essenkostenzuschüsse, ca. 500€ Honorar für Künstler, 600€ Organisation, Mittel der Begegnungen der Schulmusik, von Stiftungen, vom Programm Kunst-Geschichte-Schule der RPs, Teilnehmerbeiträge für Reisekosten und Verpflegung. Die Gesamtorganisation lag in den Händen des Fachpraktikers für Sonderschulen aus der Allgemeinen Koordinierungsgruppe Musik des KM, unterstützt durch die Schulleitungen und Kollegien vor Ort.

Regelmäßig haben sich die Teilnehmer von der Vielfalt des Programms, den Begegnungen, dem strukturierten Ablauf mit Freiräumen für die Gruppe begeistert gezeigt und gefragt: wann gibt´s das wieder…? Auch die Presse berichtete eindrücklich, welche Vielfalt an kulturellem Leben mit Kindern aus Sonderschulen möglich ist.

Darum planen wir für 2012 einen neuen Begegnungstag! Vielleicht auch in einer anderen Region in Baden-Württemberg.

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SR Joachim Westendorf

Sonderschulrektor
Fachpraktiker Sonder- und Förderschulen

Sprachheilschule Villingen-Schwenningen
Bärengasse 6
78050 Villingen-Schwenningen
Tel.: 07721 / 82-1286
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